Allgemeine Information Schießsport - Schützengilde Angerberg

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Allgemeine Information Schießsport

Info Schießsport

Sportschießen wird auf der ganzen Welt in vielen verschiedenen Arten und mit den unterschiedlichsten Sportgeräten ausgeübt - unabhängig von Gesellschafts-, Bevölkerungs- und Altersgruppen.

Am verbreitesten ist das Schießen mit Luftgewehren und Luftpistolen. Diese beiden Sportgeräte werden mit Druckluft betrieben und erfordern höchste Präzision. Der Durchmesser des Zehners bei der Luftpistolenscheibe misst 11,5 Millimeter und der bei der Luftgewehrscheibe lediglich einen halben Millimeter. Dieser Sport wird in Hallen auf die Distanz von 10 Metern in der Stellung Stehend ausgeübt. Die physischen und psychischen Anforderungen im Schießsport sind hoch, denn Sportschießen bedeutet, sich über einen längeren Zeitraum hinweg voll zu konzentrieren, eine ruhige Hand zu haben, alle Bewegungsabläufe seines Körpers unter Kontrolle zu halten und sich durch nichts ablenken zu lassen.

Ein verbreiteter Irrtum ist der Glaube, zum Schießen gehöre ein gutes Auge und eine ruhige Hand. Eine durchschnittliche Sehkraft reicht vollkommen aus, da die verwendeten Zieleinrichtungen "Diopter" bzw. offene Visierung (Kimme und Korn) keine besonderen Anforderungen an das Auge stellen. Auch eine Brille ist kein Hindernis.

Schießen stellt jedoch sehr hohe Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit und die Körperbeherrschung des Aktiven. Nur aus dem optimalen Zusammenspiel von Atem-, Ziel- und Abzugstechnik und einem sicheren Anschlag entsteht ein sauberer Schuss, der auf die Dauer zu höheren Ergebnissen führt, als eine schnell "dahingeschlampte" Zehn. Die saubere Ausführung eines jeden einzelnen Schusses, die Technik also, ist das Ziel und nicht die "10" - die kommt von ganz alleine (oder wie es die fernöstliche Weisheit ausdrückt: "Der Weg ist das Ziel").

Für Topergebnisse unerlässlich ist auch eine gute Allgemeinkondition. Ein Wettkampf dauert je nach Disziplin mindestens 1 Stunde und die durchgehende Konzentration kann nur halten, wer physisch trainiert ist.

Auch trifft man oft die Ansicht, Schießen sei kein Sport: "ihr stellt Euch doch bloß hin und ballert auf die Scheibe". Diese Aussage lässt sich jedoch widerlegen, indem man einen Schützen mit einem 100-Meter-Läufer vergleicht: Der Läufer erreicht seine Höchstleistung fast ausschließlich im Wettkampf. Er gibt körperlich und willensmäßig sein Bestes, weil er, einmal im Lauf, die Erregung durch seinen bewegungsreichen Einsatz nicht mehr spürt. Auch kann er seinen Gegner sehen und weiß, was er noch zulegen muss, um ihn zu schlagen. Der Schütze hat konzentrationsmäßig nicht nur z. B. sechzig Schuss, also sechzig 100m Starts auszuführen, sondern muss zusätzlich die dem Läufer förderliche Wettkampferregung 60-mal zu unterdrücken versuchen. Dabei kann ihm schon ein Fehlstart den Sieg kosten, denn den missglückten "Start" zu wiederholen ist ihm, im Gegensatz zum Läufer, nicht gestattet.

Sportschießen ist für junge Leute ebenso geeignet, wie für Erwachsene bis ins hohe Alter. Jeder Anfänger beginnt natürlich das Schießen mit einer Luftdruckwaffe, da er ja erst die Grundbegriffe wie Körperhaltung, Zielvorgang und Atemtechnik erlernen muss. Insbesondere in den Jugendklassen wird das Schießen mit einer Luftdruckwaffe begonnen. Jugendliche bis zu 14 Jahre beginnen meist aufgelegt, das heißt mit Hilfe künstlicher Stützen, die das lange Halten der Sportgeräte erleichtern. Auf diese Art ist es leichter ein Gefühl für das Schießen und den Zielvorgang zu entwickeln, bevor man auf den Stehendanschlag, d.h. frei ohne künstliche Stützen, umsteigt. Wie schnell sich Erfolge einstellen, hängt im Wesentlichen vom Trainingseifer und vom Talent ab.


 
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