Peer Franziska - über mich - Schützengilde Angerberg

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Peer Franziska - über mich

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Zum Schießsport selbst bin ich eigentlich durch meinen Vater gekommen, der schon sehr lange Mitglied der Schützengilde Angerberg ist und uns Kinder immer wieder zu den Vereinsabenden mitgenommen hat. Unser damaliger Jungschützentrainer, Strillinger Heinrich, zeigte uns den Umgang mit dem Luftgewehr und wie man das Zentrum ins Auge fasst. Angefangen habe ich mit dem stehend aufgelegt schießen, danach folgte das Schießen mit der Kette. Als Heinrich der Meinung war, dass die Leistung bzw. die Technik ausreichend ausgeprägt sei, wurde ich in eine Schießjacke und eine Schießhose gesteckt und so begann ich mit dem stehend frei schießen.

Ich ging zwar für die Bezirksrundenwettkämpfe immer an den Start, aber der Trainingseifer hielt sich immer in Grenzen. Eigentlich wurde er sogar von Jahr zu Jahr weniger.

Meine generelle Einstellung zum Schiesssport änderte sich grundlegend als wir 2007 Zuwachs von Wimpissinger Stefan und Bichler Markus von der Schützengilde Wörgl erhielten. Besonders Markus hat mich immer dazu motiviert regelmäßig zu trainieren. Durch das regelmäßige Training mit ihm und seinen wertvollen Tipps, (wie man "richtig und mit Hirn" schießt bzw. trainiert) habe ich mir relativ rasch eine perfekte Technik angeeignet. Daraus resultierten sehr schnell hohe Ergebnisse, die wiederum meinen Trainingseifer und meinen Ehrgeiz weckten.

Mein Vater hat zu seinem 50sten Geburtstag ein Luftgewehr bekommen. Am Anfang mussten sich mein Vater, mein Bruder und ich dieses Luftgewehr teilen. Mittlerweile bezeichne ich aber dieses schon als mein Eigentum. Im Sommer 2008 entschied ich mich, meinem Luftgewehr einen neuen Glanz zu verschaffen und ich ließ es speziell für mich lackieren.



Als ich mit dem Luftgewehr schon zu den Besten unserer Gilde gehörte sagte Markus zu mir, dass ich einmal versuchen solle, mit der Armbrust zu schießen. Nach einigen Trainingseinheiten stellte sich relativ rasch heraus, dass mir das Armbrustschießen sehr gut liegt. Da ich die von mir in der Zwischenzeit angeeigneten Technik auf das Schießen mit der Armbrust umsetzen konnte und sehr gut damit zurecht kam. Markus konnte mir eine Armbrust organisieren und schnell stand fest, dass die Armbrust zusätzlich zum Luftgewehrschießen einen guten Ausgleich darstellt. Ebenfalls stellte ich fest, dass man mit der Armbrust die Technik noch erheblich verbessern kann. Ich schoss einige Qualifikationen und durfte daraufhin sogar mit zur Weltmeisterschaft nach Sulgen in die Schweiz fahren, wo ich im Einzel den hervorragenden vierten Platz belegte. Dieser großartige Erfolg hat meinen Trainingseifer noch mehr gesteigert. Weitere Erfolge blieben nicht aus; ich erreichte mit der Mannschaft den Staatsmeistertitel und im Einzel die Bronzemedaille.

Nach diesen großartigen Erfolgen entschied ich mich im Sommer 2008 an der Bezirksmeisterschaft im Kleinkaliber teilzunehmen. Eigentlich gehört das Kleinkaliber nicht zu meinen Disziplinen, trotzdem schaffte ich es aber mir bei der Bezirksmeisterschaft den Meistertitel zu erkämpfen. Diese Leistung konnte ich eine Woche später dann auch noch mit einem dritten Platz bei den Tiroler Meisterschaften abrunden.

Dank meines konsequenten Trainings und einigen Erfolgen, die ich inzwischen schon zu verzeichnen habe, ist  das Schießen für mich nicht mehr nur ein Hobby, sondern bereits zu einem meiner Mittelpunkte geworden. Hauptsächlich habe ich diese Erfolge Markus zu verdanken der mir und den anderen Schützen immer mit Rat und Tat zu Seite steht. Ich verfolge weiterhin das Ziel bei nationalen und internationalen Wettkämpfen dabei sein zu dürfen und hoffe auch bei dem Ein oder Anderen wieder an vorderster Stelle mitmischen zu dürfen!

2010 habe ich mich für die Armbrustweltmeisterschaft in Avon (Frankreich) qualifiziert. Bei dieser konnte ich zwei Silbermedaillen mit der Mannschaft erkämpfen. Als Draufgabe erreichte ich noch den senationellen dritten Platz im Einzel 10 Meter. Im selben Jahr konnte ich alle Staatsmeistertitel mit der Armbrust für mich verzeichnen. Zusätzlich durfte ich mich im Jahr 2010 über den Staatsmeistertitel mit der Mannschaft Luftgewehr und Kleinkaliber 100m freuen.

Auch im Jahr 2011 setzte ich mein konsequentes Training fort und ich konnte den ein oder anderen Titel holen. Im April dieses Jahres wurde ich vom Land Tirol für die Wahl zur Sportlerin des Jahres nominiert, was für mich eine große Ehre war. Bei dieser konnte ich den sensationellen fünften Platz erreichen. An dieser Stelle möchte mich nochmal noch einmal bei all jenen bedanken, die ihre Stimme für mich abgegeben haben.

Der größte Erfolg für mich war jedoch die Europameisterschaft mit der Armbrust 10 & 30 Meter in Unterägeri (Schweiz). Ich konnte mich gleich über zwei Europameistertitel mit der Armbrust 10m freuen und schaffte es als Draufgabe noch den Vize-Europameistertitel mit der Mannschaft 30m und die Bronzemedaille in der Kombinationswertung 30m für mich zu verbuchen. Somit war ich die erfolgreichste österreichische Teilnehmerin. Ein großer Dank gilt besonders meinem Trainer Markus, der mir während der intensiven Vorbereitung auf die EM mit Trainingsplänen und Rat und Tat zur Seite stand.

Bei der Staatsmeisterschaft Armbrust konnte ich dann wie auch schon im letzten Jahr fünf Staatsmeistertitel in den Disziplinen 10 & 30 Meter erkämpfen. Ebenfalls habe ich auch heuer wieder mit dem Kleinkalibergewehr den ein oder anderen Wettkampf bestritten. Besonders bei der Staatsmeisterschaft mit dem Kleinkalibergewehr konnte ich dann mit einem hervorragenden Ergebnis von 583 Ringen im 3-Stellungs Bewerb aufhorchen lassen und mir damit den Vizestaatsmeistertitel sichern. Ein weiteres Highlight dieser Saison für mich war die Tiroler- und Staatsmeisterschaft mit dem Großkaliber, bei der ich mit einem sehr guten Ergebnis den fünften Platz schaffte. Somit hab ich für mich das bestmögliche und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr aus dieser Saison herausholen können und möchte mich recht herzlich bei all jenen bedanken, die mich die ganze Saison über immer unterstützt haben.

2012 wurde mir eine riesige Ehrung zu teil. Ich schaffte etwas im Schießsport noch nie dagewesenes.
Wie bereits im Vorjahr war ich auch in diesem Jahr für meine großartigen Erfolge bei der Armbrusteuropameisterschaft für die Wahl zur Tiroler Sportlerin des Jahres 2011 nominiert.

Bei der Verkündung, die ORF Sportchef Fred Lentsch durchführte, war es kaum zu glauben, denn ich, Franziska Peer, bin in einer "Randsportart" wie dem Armburstschießen zur "Tiroler Sportlerin des Jahres 2011" gewählt worden! Ich möchte mich noch einmal recht herzlich bei jenen bedanken, ohne die ich es nie so weit geschafft hätte, und bei allen, die ihre Stimme für mich abgegeben haben und mir somit diese wertvolle Auszeichnung ermöglicht haben.

Und meine „Glückssträhne“ hielt weiter an. Wie auch schon in den vergangenen Jahren schaffte ich es auch im Jahre 2012 wieder mich für die Weltmeisterschaft im Armbrustschießen in Wil ( Schweiz)  zu qualifizieren. Gemeinsam mit meinem Trainer Markus Bichler habe ich mich auf die Weltmeisterschaft 2012 vorbereitet und mir diese als oberstes Ziel der Armbrustsaison 2012 gesteckt.

Nach einer intensiven Vorbereitungsphase schaffte ich es den Erfolg bei der letztjährigen Europameisterschaft noch einmal zu toppen.
Mit insgesamt sechs Medaillen (drei Weltmeistertiteln, einen Vizeweltmeistertitel und zwei Bronzemedaillen) und einem neuen österreichischen Rekord in der 30m kniend Wertung, welchen seit nunmehr sieben Jahren mein Trainer Markus Bichler inne hatte, kehrte ich als erfolgreichste Weltmeisterschaftsteilnehmerin aus Wil zurück.

2013 war für mich ein ganz besonderes Sportlerjahr. In Innsbruck wurde eine Heim-Europameisterschaft mit der Armbrust ausgetragen. Wie auch schon die Jahre zuvor war diese EM mein persönlicher Höhepunkt dieser Saison. Besonders wegen der Heim-EM war diese Europameisterschaft ein ganz besonderer Druck für mich da ich vor heimischen Publikum unbedingt meine Leistung zeigen wollte. Und so war es dann auch. Die Sensation wurde war. Ich kehrte mit drei Europameistertiteln (10m Team, 30 Meter stehend, 30 Meter Kombination), und zwei Vize-Europameistertiteln (10 Meter Einzel, 30m Team) von dieser EM zurück.

2014 konnte ich mich wieder für die Weltmeisterschaft mit der Armbrust in Frankfurt qualifizieren. Mit einem Weltmeistertitel in der Königsdisziplin Armbrust 30m Mannschaft, und einem Vizeweltmeistertitel mit der Armbrust 10m Mannschaft durfte ich glücklich die Heimreise antreten.

 
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